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Pressemitteilungen

EWE schafft mit zusätzlicher Pipeline kurzfristig weitere Transportkapazitäten für LNG aus Wilhelms­haven

EWE sieht außerdem großes Potential für Nordwesten, Drehscheibe der deutschen Wasserstoffwirtschaft zu werden.

Oldenburg/Wilhelmshaven, 17. Dezember 2022. Heute ist das erste LNG-Terminal Deutschlands in Wilhelmshaven offiziell eröffnet worden. Das Energieunternehmen EWE plant mit der Gasanbindung Wilhelmshaven-Leer (GWL), die im LNG-Beschleunigungsgesetz verankert ist, deshalb schon jetzt den Aufbau weiterer Transportkapazitäten für die Aufnahme zunehmender LNG-Mengen in das deutsche Erdgasnetz im nächsten Jahr. Bereits im ersten Quartal 2023 will EWE mit dem Bau der circa 70 Kilometer langen Pipeline beginnen, die das Gas aus dem Raum Wilhelmshaven weiter zu den nordwestdeutschen Gasspeicherstandorten und dort vorhandenen Ferngasleitungen transportieren wird.

EWE möchte die neue Leitung bereits in einem Jahr fertiggestellt haben, so dass sie bereits zum nächsten Winter einen wesentlichen Beitrag für die Versorgungssicherheit in Deutschland leisten kann. Dafür investiert das Energieunternehmen jetzt insgesamt rund 200 Millionen Euro. Kurzfristig geht es bei diesem Pipelinebau um Versorgungssicherheit durch LNG, die mittel- und langfristige Perspektive ist aber eine andere: Wenn die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, könnte über die Leitung bereits Mitte des Jahrzehnts grüner Wasserstoff transportiert werden. Deshalb wird die Leitung von Anfang an H2-ready gebaut.

EWE will außerdem gemeinsam mit dem Unternehmen Tree Energy Solutions (TES) am Standort Wilhelmshaven bis 2028 einen Elektrolyseur mit einer Gesamtkapazität von 500 Megawatt – erweiterbar auf 1 Gigawatt – bauen. In diesem soll aus grünem Offshore-Strom aus der Nordsee grüner Wasserstoff erzeugt werden.

EWE sieht großes Potential für den Nordwesten, die deutsche Drehscheibe der Wasserstoffwirtschaft zu werden, denn der Nordwesten hat die nötige Windenergie, um grünen Wasserstoff zu produzieren, Häfen, um Wasserstoff per Schiff zu importieren, Gasnetze für den Transport und große Kavernenspeicher in unterirdischen Salzstöcken, um ihn zu speichern.

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Volker Diebels

Pressesprecher Infrastruktur und Erzeugung